Düngerhalle, Feuerwehrautos und Kindergarten

Gemeinderatssitzung mit vielen Themen

Die Raiffeisenbank Kreis Kelheim hat den Neubau einer Düngerlagerhalle für rund 3000 Tonnen Dünger auf dem Grundstück der früheren Raiffeisenbank Lobsing beantragt. Das alte Lagergebäude samt einiger Silos wird dafür abgebrochen. Das Grundstück liegt im Innerortsbereich und ist als Gewerbegebiet deklariert. Der Marktgemeinderat erteilte das gemeindliche Einvernehmen unter dem Vorbehalt, dass sich das Bauvorhaben mit einer Größe von Zirka 32 mal 33 Metern hinsichtlich der Höhe, Dachform usw. in die Umgebungsbebauung einfügt und nachbarschützende Belange nicht verletzt werden. „Wir sollten froh sein, dass die Bank in das Lagerhaus investiert“, hieß es aus dem Gremium und zwar laut Kostenschätzung rund 1,3 Millionen Euro. Betrieben wird das Lagerhaus von der Raiffeisen Waren GmbH Hallertau-Jura.

Die Freiwillige Feuerwehr Pförring bekommt ein neues Fahrzeug, und zwar einen Gerätewagens Logistik 2 (GW-L2). Den Auftrag für Fahrgestell und Aufbau erhält die Firma Josef Lentner GmbH aus Hohenlinden zum Angebotspreis von 500.000 Euro brutto. Das Fahrgestell kostet 157.000 Euro, der Aufbau 343.000 Euro. Den Auftrag für die Beladung erhält die BAS Vertriebs GmbH aus Planegg zum Angebotspreis von 68.000 Euro. Die Firma RollCon aus Bruck in der Oberpfalz liefert für 37.000 Euro die Rollcontainer. Kommandant Markus Grimm erklärte auf Nachfrage, dass dieses Fahrzeug bestellt wurde, weil der zuständige Beamte der Regierung von Oberbayern für das laut Feuerwehrbedarfsplan „optimale Ergänzungsfahrzeug“ zum Abrollbehälter Hochwasser und für die Taskforce Hochwasser, nämlich ein LF20 KatS, keinen Zuschuss in Aussicht gestellt hatte. Da es zum Gesamtpreis von 604.000 Euro vom Freistaat nun lediglich einen Zuschuss von 52.910 Euro gibt, meinten mehrere Ratsmitglieder, dass man wohl besser auf die Förderung verzichtet hätte. Ende 2024 wurde der Auftrag für ein LF10 für die FF Wackerstein zum Gesamtpreis von 556.000 Euro vergeben. 105.000 Euro Zuschuss gibt’s vom Freistaat.

Nach der 2. Auslegung hat der Pförringer Gemeinderat den Bebauungsplan „Kindergarten Wackerstein“ als Satzung beschlossen. Von Seiten der Öffentlichkeit hatte es keine Einwendungen gegeben. Nur wenige Träger öffentlicher Belange hatten Stellungnahmen abgegeben, die der Gemeinderat behandeln musste. Die Regierung von Oberbayern beurteilt die Planung wegen der Gefahr der Zersiedelung weiterhin kritisch, sie stehe aber nicht den Erfordernissen der Raumplanung entgegen.  Aus wasserrechtlicher Sicht besteht laut Landratsamt Einverständnis, wenn das natürliche Überschwemmungsgebiet des Döttinger Grabens freigehalten und im B-Plan als Grünfläche dargestellt wird. Entlang des Döttinger Grabens ist eine Grün- und Retentionsfläche in einer Breite von 20 Matern festgesetzt. Der Planungsverband der Region 10 wünscht sich mehr Eingrünung. Der Gemeinderat findet aber die bestehenden Gehölze reichten aus. Zumal die baulich nutzbare Fläche ohnehin durch die Retentionsfläche verringert wird. Auch dem Wunsch des Bayernwerkes nach Erhöhung des Leitungsabstands von 3 auf 10 Meter kommt die Gemeinde nicht nach. „Da offen ist, ob die Freileitung zukünftig erdverkabelt wird und wann genau die Bebauung des Sondergebiets erfolgt, wird von einer vollständigen Freihaltung des ggf. langfristig nicht mehr erforderlichen Sicherheitsabstandes abgesehen.“

Die Planung für die Erschließung des Teilgebiets Orffstraße im Bebauungsplan Oberhartheimer Weg wurde zum Preis von 25.500 Euro an das Büro Wipflerplan aus Pfaffenhofen vergeben.

Für die Sanierung der Straße Am Schlossberg in Wackerstein ist eine archäologische Begleitung notwendig. Der Gemeinderat ermächtigte Bürgermeister Dieter Müller den Auftrag an den günstigsten Bieter zu vergeben.

Im Rahmen der Sanierung des Klassenhauses 3 der Grund- und Mittelschule Pförring wurden die Metallbauarbeiten zum Preis von 265.000 Euro an die Firma Redinger +Plank aus Großmehring vergeben. Die Anstricharbeiten und das Wärmedämmverbundsystem wurde für 131.000 Euro an die Firma RF Putz & WDVS in Feldkirchen-Westerham vergeben. Die Blitzschutzarbeiten darf der Bürgermeister vergeben.

Die Anregungen aus den Bürgerversammlungen sollen auf Vorschlag von Bürgermeister Müller von der Verwaltung im laufenden Geschäft erledigt werden.

Als Kommandant der FF Forchheim wurde Andreas Pesl bestätigt, als dessen Stellvertreter Tobias Pesl. Andreas Pesl übt das Amt seit 2003 aus, Tobias Pesl seit 2010. Für die Jugendförderung hat der Markt 2025 10.320 Euro ausbezahlt.

Der Löwenanteil ging an die Sportvereine. Der TSV Pförring erhielt 4845 Euro, der FC Wackerstein 1395. An dritter Stelle stehen die Ministranten der Pfarrei Pförring mit 930 Euro. Der Gemeinderat beschloss die Förderung der Jugendarbeit bei 15 Euro pro Kopf zu belassen.

 

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