Harmonie pur bei konstituierender Sitzung

Die neuen Gemeinderatsmitglieder mit Bürgermeister und Stellvertretern

Pförring In der konstituierenden Sitzung hat der Pförringer Marktgemeinderat die Weichen auf Zusammenarbeit gestellt. Die Wahl der stellvertretenden Bürgermeister und die Besetzung der Sitze in Ausschüssen und Zweckverbänden sowie der Beauftragten erfolgte durchweg einstimmig.

Neue Ratsmitglieder vereidigt

Zu Beginn der Sitzung wurden die neu gewählten Ratsmitglieder von Bürgermeister Dieter Müller vereidigt. Neu im Gremium sind Cathrin Seidl (CSU), Sebastian Peter (CUM), Stefan Finkenzeller (FW) sowie Maximilian Hader und Peter Seidl (beide UW). Der neue Gemeinderat beschloss, neben dem gesetzlich vorgeschriebenen weiteren Bürgermeister auch für die kommende Wahlperiode einen dritten Bürgermeister zu wählen, wie in Pförring seit 1978 üblich. Der neue CSU-Fraktionssprecher Thomas Schmid sagte, man wolle die gute Zusammenarbeit der vergangenen Wahl fortsetzen und schlug deshalb als 2. Bürgermeister Sebastian Kügel (UW) vor, der das Amt bereits in der vergangenen Periode ausgeübt hatte. Kügel wurde als einziger Kandidat in geheimer Wahl einstimmig wiedergewählt. Er dankte für diesen „großen Vertrauensbeweis“, zumal die Mehrheitsverhältnisse im Gemeinderat das nicht unbedingt erwarten ließen. Denn CSU und CUM haben zusammen mit Bürgermeister Müller 9 von 16 Stimmen und damit die absolute Mehrheit. Stefan Haser (UW) schlug im Gegenzug Martin Lechermann (CSU) zur Wiederwahl als 3. Bürgermeister vor. Auch Lechermann konnte sich über ein einstimmiges Ergebnis freuen. In den letzten sechs Jahren habe er viele interessante Menschen kennen gelernt und viel hinzugelernt, deshalb nehme er das Amt gerne an, sagte er. Anschließend nahm Bürgermeister Müller seinen beiden Stellvertretern den Amtseid ab.

Ausschüsse und Zweckverbände einmütig besetzt

Reine Formsache waren der Erlass der neuen Geschäftsordnung und einer Satzung des örtlichen Gemeindeverfassungsrechts Das darin festgelegte Sitzungsgeld für die ehrenamtlichen Gemeinderatsmitglieder wurde bei 50 Euro wurde ebenso belassen, wie die Zahl der Ausschüsse. Vier Ausschüsse sind Sechsergremien: der Haupt- und Finanzausschuss, der Rechnungsprüfungsausschuss, der Grundstücks- und Bauausschuss sowie der Ausschuss für Umwelt, Landwirtschaft, Forst- und Energiewirtschaft. Nach Hare-Niemeyer entfallen auf die CSU je zwei Sitze, auf UW, CUM, JUW und FW jeweils je ein Sitz. Der Ferienausschuss besteht aus dem Grundstücks- und Bauausschuss und den drei Bürgermeistern. Die von den einzelnen Fraktionen vorgeschlagenen Personen und deren Stellvertreter wurden vom Gremium einstimmig bestätigt. In die Gemeinschaftsversammlung der Verwaltungsgemeinschaft Pförring entsendet der Markt Pförring neben dem Bürgermeister fünf Gemeinderäte, so dass jede Fraktion mit einem Sitz vertreten ist. Oberdolling und Mindelstetten sind mit ihren Bürgermeistern und jeweils zwei Gemeinderäten vertreten. Im Schulverband mit Oberdolling ist der Markt Pförring mit dem Bürgermeister und drei weiteren Sitzen vertreten. Im Zweckverband Altenheim Pförring hat Pförring 5 von 12 Sitzen. Das größte Gremium ist der Wasserzweckverband Ingolstadt-Ost. Hier stehen dem Markt 15 Sitze zu. In den Zweckverbänden Altmannsteiner Gruppe und Biburger Gruppe ist jeweils eine Person aus Pförring vertreten. Als Jugendbeauftragte wurden Markus Guttenberger und Anton Meyer bestimmt, als Seniorenbeauftragte Brigitte Dellekönig und Michaela Hasinger, als Integrationsbeauftragte Tobias Ohrner und Rayk Pöthig. Referent für Waldangelegenheiten ist Christof Batz. Beauftragte für Wegebau sind die jeweiligen Vorsitzenden der Jagdgenossenschaften.

Unmut über Nachträge bei Schulsanierung

Der letzte Tagesordnungspunkt der harmonischen Sitzung sorgte dann doch noch für einige Aufregung. Die mit den Baumeisterarbeiten am Klassenhaus 3 beauftragte Firma machte zum zweiten Mal einen Nachtrag geltend. Im Bereich der neu gemauerten Fensterbrüstungen wurden aus statischen Gründen Ringanker eingebaut. Die Ratsmitglieder kritisierten den Architekten, genehmigten aber dennoch den 2. Nachtrag in Höhe von 4427 Euro. Bereits in der vorangegangenen Sitzung musste der Gemeinderat eine unvorhergesehene Kostenmehrung schlucken. Die Fluchttreppe, die im Jahr 2006 angebaut wurde und nun wegen der Außenisolierung um rund 20 Zentimeter versetzt werden muss, genügt nicht mehr den statischen und sicherheitstechnischen Anforderungen und muss durch eine neue Treppe ersetzt werden, die 31.000 Euro kostet. kue

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