Marktrat verabschiedet ausgeschiedene Mitglieder
Pförring In einer Sondersitzung des Pförringer Marktgemeinderats wurden die ausgeschiedenen Ratsmitglieder und Ortssprecher verabschiedet. In der Feierstunde, zu der auch die Träger der Bürgermedaille und Pfarrer Michael Saller geladen waren, dankte Bürgermeister Dieter Müller (CSU) für den „Einsatz und das Engagement für unsere Heimatgemeinde“.
„Ihr wart in all den Jahren keinen bloßen Verwalter, sondern habt das Gesicht unserer Marktgemeinde nachhaltig geprägt“, sagte Müller und nannte als Beispiele den Neubau der Römerhalle, des Seniorenheims, der Grundschule, der Kinderkrippe, des Waldkindergartens und der Dorfgemeinschaftshäuser, die Ausweisung von Gewerbe- und Baugebieten sowie die Neugestaltung des Marktplatzes und Dorferneuerungsmaßnahmen. Mit diesen und vielen weiteren Projekten sei unter ihrer Mitwirkung Raum für Gemeinschaft und Kultur geschaffen und das Fundament für die wirtschaftliche Entwicklung gelegt, Platz zum Wohnen bereitgestellt und das Herz Pförrings verschönert worden. Besonders würdigte Müller die Bereitschaft der ausgeschiedenen Ratsmitglieder, Verantwortung zu übernehmen, statt – ob am Stammtisch oder in den sogenannten sozialen Medien – im Nachhinein alles besser zu wissen. Müller schloss: „Für euren unermüdlichen Einsatz, für die unzähligen Stunden in Ausschuss- und Ratssitzungen, für die oft mit Herzblut geführten Debatten und die konstruktiven Lösungen sagen wir heute im Namen des gesamten Marktes Pförring und all seiner Bürgerinnen und Bürger Vergelt’s Gott!“
Pfarrer Saller dankte namens der Pfarrei für die konstruktive Zusammenarbeit und nannte exemplarisch die Verlegung des Pfarrbüros ins Rathaus während der Pfarrhofsanierung und die Nutzung des Pfarrsaals als Sitzungssaal währen der Corona-Pandemie. Er dankte für die Zuschüsse der Gemeinde zu diversen Baumaßnahmen der Pfarrei und nutzte die Gelegenheit, um gleich auf die nächste Herausforderung hinzuweisen, die Sanierung der südlichen Kirchenmauer.
Die ausgeschiedenen Gemeinderatsmitglieder:
Alois Batz war 24 Jahre Mitglied im Gemeinderat (1990 bis 1996 für die UW und 2008 bis 2026 für die CUM bzw. parteilos). Er sei nie Diplomat gewesen, betonte Batz und wünschte sich von den Nachfolgern, dass auch sie eine eigene Meinung haben und diese auch vertreten.
Brigitte Dellekönig (UW) saß 30 Jahre am Ratstisch (von 1996 bis 2026). Sie sei immer gerne Gemeinderätin gewesen und habe sich die Entscheidungen nicht leicht gemacht, sagte Dellekönig. Anfangs habe sie sich deshalb so manches Grundstück von ihrem Mann bei der Sonntagsradltour zeigen lassen.
Hermann Bauch (UW) war zwei Wahlperioden dabei (von 2014 bis 2026). Nach einem etwas holprigen Start habe sich ein gutes Miteinander entwickelt. Er sei immer gerne zu den Sitzungen gekommen, deshalb habe ihn sein knappes Ausscheiden – es fehlten 2 Stimmen – beschäftigt, bekannte Bauch.
Korbinian Kühner (SPD) war ebenso 12 Jahre im Gremium (von 2014 bis 2026). Auch er lobte das gute Miteinander. Es sei immer um das Beste für den Markt Pförring gegangen. Gerne erinnere er sich auch an die gemeinsamen Ausflüge.
Max Pollin (CSU) hatte mit sechs Jahren die kürzeste Amtszeit (von 2020 bis 2026). Er sei durch seinen Vater schon mit Kommunalpolitik am Küchentisch aufgewachsen, erzählte Pollin und versprach, interessiert zu bleiben, denn er sei Pförringer mit Leib und Seele.
Robert Dinauer (CUM) wurde nach einer Wahlperiode als Ortssprecher von Lobsing verabschiedet. Er hätte gern weitergemacht, sagte Dinauer. Positive wertete er, dass sein Heimatort jetzt gleich mit zwei Personen im Pförringer Gemeinderat vertreten sei, wie zuletzt nach der Eingemeindung 1978. kue